Nagelpilz – eine unschöne Infektion

 

Nagelpilz an den Nägeln der großen Zehen

Nagelpilz (auch: Nagelmykose, Onychomykose, Tinea unguium) ist keine schwere, aber eine häufige infektiöse Erkrankung der Finger- oder Zehennägel. Begünstigend wirkt ein feucht-warmes Milieu, deshalb sind Zehennägel häufiger betroffen als Fingernägel.

Ursachen
Nagelpilz ist eine Infektion der Zehen- oder Fingernägel durch Spross- oder Fadenpilze. Seltener befallen auch Hefe- oder Schimmelpilze die Nägel. Zugrunde liegend ist meist eine vorausgehende Nagelschädigung, so dass sich ein Pilz leichter einnisten kann. Diesbezüglich sind insbesondere Verletzungen (schwerer Gegenstand draufgefallen), das tragen zu enger oder zu hoher Schuhe sowie auch Sport („Fußballerzehe“, Tennis etc.) und zu lange Zehennägel zu nennen.

Symptome
Auffallend ist zumeist, dass der betroffene Nagel weiße oder gelbliche Verfärbungen am Nagelrand zeigt. Auch im Nagel selbst finden sich weißliche, gelbe oder grau-braune Flecken. Die Nagelplatte erscheint verdickt, was zu Schmerzen, einem eingewachsener Nagel und Nagelbetteiterungen führen kann. Mitunter greift der Nagelpilz auf die Haut der Zehenzwischenräume oder auf die Fußsohlen über – es ist aber umgekehrt auch möglich, dass ein Fußpilz Ausgangspunkt für einen Nagelpilz ist.

Therapie
Der befallene Nagel wird, je nach Schwere der Infektion aufgeweicht und abgelöst, was etwa drei Wochen dauert. Eine operative Entfernung durch Ziehen des befallenen Nagels wird nicht mehr empfohlen. Anschließend erfolgt in der Regel eine örtliche Behandlung von Nagelbett und nachwachsendem Nagel mit antimykotischer Creme oder antimykotischem Nagellack. Bei ausgedehntem Befall (mehr als drei Fußnägel sind infiziert) muss eine Tablettentherapie durchgeführt werden. Die Therapie dauert sechs Monate, je nach Schwere der Infektion auch bis zu zwölf Monaten und länger. Betroffene sollten die Therapie mit allgemeinhygienischen Maßnahmen (Desinfektion der Socken), dem Tragen von Naturfasern (kein Synthetikmaterial bei Socken und Schuhen) und einer guten Belüftung der Schuhe (möglichst offene und atmungsaktive Schuhe) unterstützen.