Psoriasis – mehr als nur eine Hautkrankheit

 
Psoriasis-Plaque, kleinflächig - Foto: David Croll. Quelle: Wikipedia. Lizenz: GNU-FDL

Foto: David Croll Lizenz: GFDL

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine nicht ansteckende Multisystemerkrankung, die häufig einen chronischem Verlauf nimmt. Die Krankheit tritt in Schüben auf, d. h. die Betroffenen durchleben abwechselnd Phasen mit starker und geringer oder fehlender Aktivität der Erkrankung. Am häufigsten zeigt sich die Erkrankung erstmals zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr, bei Frauen oft auch während der Pubertät. In einzelnen Fällen tritt die Psoriasis bereits im Kindesalter auf.

 

Foto: Eisfelder (Lizenz: GFDL)

Foto: Eisfelder (Lizenz: GFDL)

Ursachen
Schuppenflechte ist eine Autoimmunreaktion des Körpers, die zu einem erheblichen Anteil erblich bedingt ist, daher wird eine familiäre Häufung beobachtet, wobei gelegentlich allerdings mehrere Generationen übersprungen werden.

Auslöser
Individuell kann es verschiedene Auslöser (Provokationsfaktoren) geben, die den Ausbruch oder einen unangenehmen Verlauf der Schuppenflechte begünstigen. Insbesondere sind hier Belastungssituationen und Infekte zu nennen. Des Weiteren sind aber als Auslöser auch zahlreiche Medikamente (z. B. Betablocker, ACE-Hemmer) möglich.

Symptome
Als Hautkrankheit zeigt sich die Schuppenflechte im Wesentlichen durch stark schuppende, punktförmige bis handtellergroße Hautstellen sowie Veränderungen an den Nägeln. Typische Lokalisationen des Auftretens sind insbesondere Knie, Ellenbogen und Kopfhaut. Es können aber auch andere Körperteile einzeln oder auch der Körper im Ganzen betroffen sein. Schuppenflechte kann dabei auch andere Organe erfassen, vor allem die Gelenke und zugehörigen Bänder (Psoriasis-Arthritis) und angrenzenden Weichteile sowie die Augen (Uveitis) und das Gefäßsystem (erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen).

Therapie
Bei klinisch weniger schweren Hauterscheinungen beschränkt man sich in der Regel auf äußerliche Anwendungen. Innerliche Anwendungen (systemische Therapie) werden bei mittelschweren bis schweren Fällen herangezogen. Daneben können bei vielen Betroffenen mit Lichttherapie oder medizinischen Bädern Erfolge verzeichnet werden. Da Schuppenflechte individuell sehr verschieden auftritt, muss der „richtige“ Therapieansatz immer auch sehr individuell bestimmt werden. Betroffene müssen sich auf eine längere Behandlungsdauer von Wochen, Monaten bis hin zu Jahren einstellen.